Was ist Achtsamkeit?
Pema Chödrön (2001; S. 30) behauptet, “der gegenwärtige Augenblick ist der vollkommene Lehrer”. Sie spricht von einem im Augenblick sein, einem liebevoll-umarmenden Annehmen von dem was ist ohne anzuhaften ohne abzustoßen.
„Mindfulness is a way of living your life and holding all of experience.”
Kabat-Zinn (Pintak, 1999, S. 34)
Er schreibt (Kabat-Zinn, 2006; S. 27) auch: ”Achtsamkeit bedeutet im Wesentlichen, auf eine bestimmte Art und Weise aufmerksam zu sein. Es ist Methode, mit der man tief ins eigene Innere schaut, um sich selbst und die Art unseres Bestehens zu erforschen.“ Weiter beschreibt Kabat-Zinn auch die notwendigen Grundhaltungen dieser Achtsamkeit:
· Nicht-beurteilen
· Geduld
· Anfängergeist
· Vertrauen
· Nicht-Greifen
· Akzeptanz
· Nicht-Anhaften
In der Achtsamkeitspraxis üben wir die Phänomene da sein zu lassen solange sie da sind, Ihnen in dieser Zeit Aufmerksamkeit zu schenken und sie ziehen zu lassen, wenn es Zeit ist. Es bedeutet im Jetzt sein, nicht in der Zukunft, beim nächsten Arbeitstag, nicht in der Vergangenheit, beim letzten Arbeitstag, sondern JETZT, wo ich auf meiner Matte liege oder auf meinem Kissen sitze. Was ist in diesem Augenblick da? Beobachtet man das was jetzt gerade da ist, ohne es fest zu halten, ohne es weg zu schieben, so erkennt man das alles irgendwann beginnt, einige Zeit (in unterschiedlicher Intensität und/oder Qualität) da ist und irgendwann wieder vergeht.
Verstehen Sie mich nicht falsch, es ist nicht so, dass ich dies an 24 Stunden, 1440 Minuten oder 86400 Sekunden oder in unendlich vielen Augenblicken am Tag verwirkliche. Es ist eine Haltung, die in der Meditation geübt wird, um im Alltag mehr und mehr wirksam zu werden.
Literatur:
Chödrön, P. (2001). Wenn alles zusammenbricht. München: Goldmann.
Kabat-Zinn, J. (1998). Im Alltag Ruhe finden. Freiburg: Herder.
Kabat-Zinn, J. (2006). Gesund durch Meditation. Frankfurt: Fischer
Pintak, L. (1999). Jon Kabat-Zinn M. D.: The Prescription is Meditation. Shamabla Sun, September 1999, 32 – 36.